SPEED: Charles Jarrott über das erste Motorsport-Jahrzehnt

Um Ihnen die Zeit zu Hause während der Corona-Krise etwas angenehmer zu gestalten, haben wir Ihnen nachfolgend das zweite Kapitel des Buchs SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen von Mat Oxley frei zum lesen zur Verfügung gestellt.

Aktuell schreiben den Monat März im Jahr 2020. Eine Pandemie noch nie dagewesenen Ausmaßes grassiert auf der gesamten Welt und derzeit vor allem in den Metropolen Europas. Arbeitszeitgrenzen in Krankenhäusern werden außer Kraft gesetzt, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen geschlossen, Grundrechte werden außer Kraft gesetzt. Was früher nur in Science-Fiction-Romanen zu lesen war ist plötzlich Realität.

Schon jetzt ist klar, es wird ein Leben nach dieser Krise geben und es ist ebenfalls klar, dass dieses Leben in einer anderen Welt stattfinden wird. Die Menschen in Ostdeutschland sind auf diese Situation vielleicht etwas besser vorbereitet: vor 30 Jahren haben sie – ob sie wollten oder nicht – alles was sie kannten hinter sich gelassen und den notwendigen radikalen Systemwechsel mit allen Risiken, allen Vor- und Nachteilen vollzogen. Ein solcher umfassender gesellschaftlicher Shift steht nun uns allen bevor. Diese Veränderungen können einerseits eine riesige Chance für die Menschheit sein, sie können uns aber auch genauso gut in eine autoritäre und faschistische Phase führen.

Vor 100 Jahren wurde die Welt von einem ähnlichen gesellschaftlichen Shift verändert. Nach der Erfindung des Telefons, der Glühbirne, des Kinofilms sowie des Verbrennungsmotors und damit des Motorrads und des Automobils brauchte es nur noch die gesellschaftliche Krise des Ersten Weltkriegs, um die alte monarchische Welt aufzubrechen und durch eine neue Welt zu ersetzen. Was für unsere heutige Gesellschaft die umfassende Digitalisierung durch das Smartphone ist, das war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Mobilisierung der Menschen durch das Motorrad…

SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen – Kapitel 2:

Dies ist ein Sport der Götter!

Charles Jarrott, Hobbyrennfahrer, 1906

Eine Reihe heftiger Schläge und kleiner Explosionen schallt vom Fluss Themse zurück und verjagt die Schwäne, die quer über das Wasser ausschwärmen, ihre Flügel ausbreiten und in die Lüfte über London aufsteigen, um diesem eigenartigen Donner zu entkommen.

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Jimmie G. – Ein Versuch die rätselhaften Umstände des tödlichen Unfalls von James Guthrie zu erklären

Es war die letzte Runde des letzten Rennens, der 500ccm-Klasse beim Großen Preis von Deutschland 1937. Das Rennen wurde auf der Rennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal ausgetragen, die erst später den Namen Sachsenring erhielt. Der sechsfache Isle of Man TT Sieger James Guthrie lag mit über einer Minute Vorsprung souverän in Führung. Für die abschließende Siegerehrung wurde bereits der Union Jack vorbereitet, doch zur Überraschung aller Anwesenden am Start-und-Ziel-Platz tauchte der Norton-Fahrer nicht mehr aus dem Waldstück etwa 500 Meter vor dem Ziel auf.

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Jimmie G. – An attempt to explain the mysterious circumstances of James Guthrie´s fatal accident

It was the final lap during the final race of the day – the 500cc class – at the German Grand Prix in 1937. The race was held on the circuit near Hohenstein-Ernstthal, later to be known as Sachsenring. Six times Isle of Man TT winner James Guthrie was leading by well over a minute. The Union Jack was readied for the podium ceremony which would conclude a long day of racing. But to the surprise of everyone in the start and finish area, the Norton rider did not re-emerge from the heavily wooded section of the course just half a mile from the finish.

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SPEED von Mat Oxley: Eric Fernihough und der Traum vom Weltrekord

In seinem neuen Buch „SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen“ widmet sich Mat Oxley der Frühzeit des Motorradrennsports, als sich mutige Männer auf klapprigen Zweirädern mit experimentellen Motorkonstruktionen aufmachten, um in ein neues Zeitalter vorzustoßen. Einer dieser Männer war der Brite Eric Fernihough, der Ernst Henne und BMW in den 1930er Jahren mit einer selbstgebauten Maschine den absoluten Geschwindigkeitsweltrekord für Motorräder entriss.

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